Zweifarbiger Pashmina-Schal in Olivgrün und Currygelb
Zweifarbiger Pashmina-Schal in Olivgrün und Currygelb. 200 x 70 cm.
Über die Jahre haben wir eine ganze Reihe von Fragen zu Kaschmir erhalten. Die häufigsten Fragen haben wir hier auf der Seite zusammengetragen, mit unseren Antworten, die auf vielen Jahren Erfahrung in der Textilproduktion und im Textildesign beruhen – Erfahrungen, die wir vor allem in unserer eigenen Weberei in Kathmandu gesammelt haben, wo wir gewebte Tücher und Schals herstellen.
Kaschmir ist eine Wollfaser aus dem Unterhaar der Kaschmirziege. Kaschmir gehört zur Gruppe der Luxusfasern, gemeinsam mit unter anderem Seide, Yak, Merino und Vikunja.
Das Unterhaar der Ziegen ist sehr fein und wirkt als isolierende Schicht, sodass die Tiere die kalten Winter überleben können. Die Wollfasern haben einen Durchmesser zwischen 12,5 und 19 Mikrometer und eine durchschnittliche Länge von 35–50 mm. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen durchschnittlichen Durchmesser von etwa 65 Mikrometer. Wenn der Frühling kommt, werfen die Ziegen ihr Fell ab, um nicht zu überhitzen, wobei es zur weiteren Verarbeitung eingesammelt wird.
Der weitaus größte Teil des weltweiten Kaschmirs wird in China produziert.
Viele glauben, dass Kaschmir aus Italien kommt. Die große Modeindustrie des Landes stellt tatsächlich viel Kleidung aus Kaschmir her, doch die Wolle selbst kann sie nicht produzieren. Die Wolle stammt von der Kaschmirziege, die eigentlich nur eine Hausziege ist, die in kalten Regionen lebt. Es ist nämlich die Kälte, die dazu führt, dass die Kaschmirziege das feine Unterhaar entwickelt, das für das unwiderstehlich weiche Kaschmirgarn verwendet werden kann. Der weitaus größte Teil der weltweiten Kaschmirwolle wird in China produziert, doch auch die Mongolei, Australien und Indien produzieren Kaschmir.
Es gibt keinen Unterschied. Es sind zwei Wörter für dasselbe, die synonym verwendet werden.
Pashmina wird oft für die klassischen handgewebten Tücher und Schals verwendet, doch beide Wörter haben denselben Ursprung. Cashmere ist das französische Wort für das, was man in der lokalen Sprache Pashmina nannte. Das Wort Pashmina entspringt dem Wort „pashm", das in der lokalen Mundart „weiches Gold" bedeutet.
Pashmina ist jedoch keine international anerkannte Faser und darf daher nicht zur Deklaration des Inhalts von Textilien verwendet werden. Deshalb sind unsere Pashmina-Tücher als Kaschmir deklariert. Leider sehen wir mittlerweile viele Tücher und Schals aus Indien und Nepal, die als 100 % Pashmina deklariert sind. Sie sind oft von minderer Qualität und haben Pashmina einen etwas zweifelhaften Ruf eingebracht.
Höchstwahrscheinlich ist es das nicht. In den Touristengebieten von Kathmandu wird auf Märkten und in Geschäften sehr viel imitiertes Kaschmir verkauft.
Es gibt in Nepal buchstäblich Tausende von Geschäften, die Pashmina, Kaschmir und Yak verkaufen. Leider hat sich daraus ein Wettlauf nach unten entwickelt, sodass die Qualität immer schlechter wird, um den Touristen den niedrigstmöglichen Preis bieten zu können. Man kann die echte Ware in Nepal und Indien durchaus finden, doch es ist ratsam, vorher etwas zu recherchieren, damit man im Voraus weiß, welchen Geschäften man vertrauen kann. Betritt man ein beliebiges Geschäft, besteht eine gute Chance, betrogen zu werden.
Ohne einen Labortest ist es schwer, das endgültig zu bestimmen.
Man kann zu Hause den Brenntest durchführen, sofern man ein Stück Stoff abschneiden kann, ohne das Kleidungsstück zu beschädigen (andernfalls ergibt es wenig Sinn). Verbrennt man ein Stück Stoff, zeigt sich recht leicht, ob es sich um Wolle, Seide oder synthetische Fasern handelt. Da unechtes Kaschmir oft aus Mischungen von allem Möglichen besteht, kann es jedoch schwierig sein, die einzelnen Komponenten zu identifizieren. Hat der Brenntest gezeigt, dass es Wolle ist, kann man sich darüber freuen, ein Wollprodukt gekauft zu haben. Um genau zu klären, um welche Art von Wolle es sich handelt, ist ein Labortest erforderlich.
Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch. Kaufen Sie Kaschmir nur in Geschäften, die schon längere Zeit bestehen und einen guten Ruf haben.
Wir sehen oft Webshops auftauchen, die Kaschmirprodukte unerhört günstig verkaufen, um dann ebenso schnell wieder zu schließen. Es kann sehr schwierig sein, die gefälschten Seiten zu erkennen, doch gibt es einige Dinge, auf die man beim Onlinekauf immer achten sollte.
Achten Sie stets darauf, ob auf der Seite deutlich ein Impressum mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben ist. Gibt es eine Telefonnummer, unter der Sie das Geschäft erreichen können? Gibt es eine physische Adresse? Betrügerische Shops möchten am liebsten nicht mit ihren Kunden in Kontakt treten – fehlen diese Informationen also, kann das ein schlechtes Zeichen sein.
Es gibt keine offiziellen Industriestandards für die Kaschmirqualität.
Einige Hersteller und Geschäfte verwenden Bezeichnungen wie Grade A und Superior Cashmere, um ihre Ware gegenüber der Konkurrenz hervorzuheben. Manche gehen so weit, schöne Zertifikate zu erstellen, die die Echtheit der Wolle bestätigen, doch das ist als Marketingtrick zu betrachten.
Wir kaufen Kaschmirgarn von denselben Herstellern wie die großen Marken, die die Zusammensetzung des Garns dokumentieren können. Die Qualität wird unter anderem durch die durchschnittliche Dicke und Länge der Fasern bestimmt. Sie wird durch Stichproben der Wollfasern berechnet. Die Dicke liegt im Bereich zwischen 12,5 und 19 Mikrometer, und das Garn, das wir verwenden, liegt typischerweise bei durchschnittlich 14–15 Mikrometer.
Textilien aus feiner Wolle wie Yak, Merino und Kaschmir können von Hand oder in der Maschine gewaschen werden.
Unser bester Rat ist jedoch, das Waschen ganz zu unterlassen, es sei denn, das Kleidungsstück ist wirklich schmutzig. Wenn es „nur" nach Rauch, Essensdünsten, Parfüm oder Ähnlichem riecht, ist es besser, es über Nacht draußen auszulüften. Das entfernt den Geruch in der Regel. Es ist umweltfreundlicher, und das Kleidungsstück hält auch länger.
Müssen Sie es waschen, verwenden Sie ein Waschmittel, das für Kaschmir und Wolle bestimmt ist. Waschen Sie es von Hand, verwenden Sie lauwarmes Wasser und spülen Sie gut nach, damit die gesamte Seife herausgeht. Wringen Sie das Wasser nicht aus, da das Kleidungsstück dadurch die Form verlieren kann. Lassen Sie es stattdessen flach auf einem Handtuch trocknen. Haben Sie eine neuere Waschmaschine mit Wollprogramm, ist dieses sogar vorzuziehen, da sie beim Schleudern mehr Wasser aus dem Kleidungsstück holt. Geben Sie Wolle, Seide oder Kaschmir niemals in den Wäschetrockner. Folgen Sie dieser Wasch- und Pflegeanleitung für Kaschmir und Wolle.
Nein, meiden Sie den Wäschetrockner, da die Hitze Ihres Trockners die empfindlichen Kaschmirfasern beschädigen kann.
Vermeiden Sie generell die Verwendung des Wäschetrockners für Wolle und Seide.
Vielleicht. Wir haben mit Erfolg eine Methode angewendet, mit der sich ein eingelaufener Wollpullover wieder auf die ursprüngliche Größe bringen lässt.
Wenn Sie Ihren Lieblingspullover falsch gewaschen haben, ist es einen Versuch wert, doch gibt es keine Garantie, dass es gelingt, und der Pullover wird nicht wieder wie neu. Aber verzweifeln Sie nicht – einen neuen Kaschmirpullover finden Sie in unserem Sortiment.
Ja, das lässt sich nicht vermeiden. Besonders dort, wo das Kleidungsstück an anderer Kleidung reibt, entstehen unweigerlich Knötchen (Pilling).
Ob Kaschmir pillt, hat nicht unbedingt etwas mit der Qualität zu tun. Wenn Sie Pilling an Ihrem Wollkleidungsstück bemerken, lässt es sich glücklicherweise leicht mit einem Wollkamm entfernen. Vermeiden Sie es, die Knötchen mit den Fingern zu entfernen, da Sie sonst Gefahr laufen, an den Fasern zu ziehen, die noch im Textil sitzen.
Kaschmirziegen lassen sich nicht auf dieselbe Weise züchten wie Schafe, die gewöhnliche Wolle liefern. Das setzt eine Grenze dafür, wie viel Kaschmir produziert werden kann, was sich auf den Preis auswirkt.
Gleichzeitig ist die Nachfrage seit vielen Jahren stetig gestiegen, was zu höheren Preisen geführt hat.
Nicht immer. Kaufen Sie Kleidung bei den großen Marken, zahlen Sie teuer für die Marke und das dahinterstehende Marketing.
Große Marken haben zudem typischerweise mehrere Glieder in der Wertschöpfungskette, die alle Geld verdienen müssen. Wir produzieren in unserer Weberei in Kathmandu Accessoires für eine Handvoll europäischer Marken, doch dieselbe Qualität können wir unter eigenem Namen, Cashmere Culture, zu etwa dem halben Preis verkaufen. Das können wir, weil wir unsere Produkte ohne verteuernde Zwischenhändler verkaufen.
Ja, der Klimawandel in den Regionen, in denen große Teile der Kaschmirziegen leben, hat zu einer geringeren Kaschmirproduktion beigetragen.
In vielen dieser Gebiete erlebt man immer heftigere Schneefälle, die zudem früher im Jahr einsetzen als üblich, wodurch es für die Ziegenherden schwieriger geworden ist, Nahrung zu finden.
Da die Winter auch wärmer geworden sind, produziert jede einzelne Ziege weniger von der feinen Wolle, die als Kaschmir verwendet werden kann. Das bedeutet, dass die Gesamtproduktion unter Druck steht, und führt zu höheren Preisen für jene, die diese Luxusfaser nachfragen.
Die Kleidungsproduktion beansprucht generell die Ressourcen der Erde stark. Ob biologisch oder nicht – die klassische Kleidungsproduktion ist nicht nachhaltig.
Der beste Weg, die Umwelt zu schonen, besteht darin, weniger Kleidung zu kaufen und von Fast Fashion abzurücken, bei der man die Garderobe mehrmals im Jahr austauscht. Wenn Sie Kleidung kaufen, kaufen Sie Qualität statt Quantität. So kaufen Sie weniger Kleidung, und das, was Sie kaufen, hält länger.