Ikat-Webung ist eine Technik zum Färben und Weben von Textilien, bei der das Garn abgebunden und gefärbt wird, bevor es zu einem gemusterten Stoff gewebt wird. Das Wort „ikat“ kommt vom indonesischen Wort „mengikat“, was „binden“ bedeutet.
Im Ikat-Webprozess wird das Garn zunächst an bestimmten Stellen mit einem abweisenden Material wie Wachs, Schnur oder Klebeband abgebunden, um zu verhindern, dass der Farbstoff in bestimmte Bereiche eindringt. Anschließend wird das Garn gefärbt, und die abgebundenen Bereiche bleiben ungefärbt. Der Vorgang kann mit verschiedenen Farben und Mustern wiederholt werden, was zu verschlungenen und farbenfrohen Designs führt.
Das Bild unten zeigt, wie unser schwarz/graues Ikat-Tuch entsteht. Das weiße Garn ist teilweise mit Klebeband und Beuteln bedeckt, wodurch es nur teilweise mit der schwarzen Farbe eingefärbt wird.

Nach dem Färben werden die abgebundenen und gefärbten Garne auf einem Webstuhl gewebt, um das gewünschte Muster zu erzeugen. Das Endergebnis ist ein einzigartiger, handgemachter Stoff mit einem charakteristischen verschwommenen Look aufgrund der kleinen Variationen im Farbauftrag.
Ikat-Webung wird in vielen Ländern der Welt praktiziert. Außer in Nepal, wo wir unsere Tücher herstellen, ist sie auch in Indonesien, Indien, Japan sowie Mittel- und Südamerika verbreitet. Außer für Tücher und Schals sieht man Ikat-Webung auch für andere Zwecke wie Kleidung, Plaids, Tagesdecken und Kissenbezüge verwendet.

